Reisetagebuch
Jump to navigation
26 January
schnee
05 January
andromeda
entschuldigung an diejeniegen die es lieber auf deutsch hätten, hab ich für einen newsletter geschrieben, deswegen englisch... sorry...
what inspires me these days is the universe. i try to grasps its existence, its age and size, understand its beginning and working, and because this is just so much over the limits of my minds capacity to understand and see i often just let my mind be blown away by the few simple facts i know.
for example andromeda. that is a galaxy, the one closest to our own galaxy. we can see it on the night sky, its a little below cassiopeia, the w -shaped constellation. what we can see looks like a star, a tiny little dot shining. but in fact its trillions of stars unimaginable far away. its so far away, that its light took 2,5 million years to arrive on earth. so what we see is far far away and ago in the past, it is older then human mankind. 2,5 million years ago we were just in our beginnings.
the andromeda galaxy is approaching our galaxy with 140 kilometers per second. both galaxies are expected to collide in 4.5 billion years.
or the magic tale about the elements. all matter on earth and in the universe is made of 92 different chemical elements. they are born in fusion which needs incredible amounts of energy. this energy is only reached when a star dies, when gravity makes it fall in onto himself and the star finally explodes in a supernova. that is the process in which elements are fused and we and all which exsists as matter on this earth and everywhere are made of these elements born in a dying star. all now more complex combinations of matter we are made of came from supernoves in the beginning of their existence and then took the time the earth exists to form things so incredibly wondrous like cells of the eyes which are sensitive to light...
i am not a scientific person, so i am afraid my view of these things is amateurish and maybe even incorrect.
it puts things in a different perspective for me, i try to find this perspective, which is the hugest and widest i ever catched a glimpse of, and its so much bigger then i could ever really beheld of...
19 October
herbst
27 August
tomatenzeit
jeden tag tomaten, gelbe rote gruene, ovale, runde, riesengrosse, tomatensalate, tomatensalate, in allen farben und formen, das ist einer der vielen vorteile des landlebens hier, im august gibt es tomaten in einer fuelle und vielfalt, die mit denen aus dem handel absolut nichts gemeinsam haben. es sind tomaten, echte richtige tomaten, und die schmecken!!!
im juli war familienurlaub. olaf, marlies, laura und noam waren hier, und wir haben zusammen in einem kleinen haus in boissezon gewohnt. gefruehstueckt auf der terasse, den tag mit haengematten am fluss verbracht, ausfluege ans meer gemacht, oder nach montpellier, pezenas, ins dinosaurierland... mit noam bambushuetten gebaut, kleckerburgen und steinschloesser, dann abends vor dem haus sitzen und wein trinken, erzaehlen, sich entdecken.
hier nimmt man sich zeit zum leben.
zu meiner geburtstagparty kamen miri, jamila, alina und erik, auch tom, johanna und dana aus leipzig und benoit aus quebec. in grosser bande haben wir drei tage zusammen am fluss verbracht. hier sitzten wir auf der terrasse des hauses, das olaf gemietet hat zum croissant essen am morgen nach der party.
danach hatten denis, lydia und ich ja wieder die sanghaholiday organisiert. wir haben eine kueche und eine grosse yurte am fluss aufgebaut und 21 menschen willkommengeheissen, sich gemeinsam und gegenseitig gutes zu tun, es sich gutgehen zu lassen. hier nur ein foto davon, aber dafuer ein aussergewoehnliches. die jahre davor war noch nie der bedarf nach genauer uhrzeit gewesen, diesmal schon, also hat denis seine kuechenuhr installiert.
blick aus meinem caravan, morgendaemmerung
nachts auf der terasse mit mathias und sylvie. es ist jetzt manchmal so heiss, dass es eigentlich nur zwischen 1 und 8 uhr angenehm ist.
mein neues altes auto: peugeot 305, 26 jahre alt, 25 jahre davon hat er ein sehr behuetetes und umsorgtes leben gefuehrt. kaum ein kratzer, super sauber, wie ein schiff auf ruhiger see faehrt sehr sanft und alle leute sagen, auf das auto kannst du dich verlassen. ich hoffe sie haben recht und es ist und bleibt ein glueckstreffer. fuer 500 euro vier tage vor der weinernte gekauft. also in letzter minute. uebermorgen geht die vindange los (weinernte), frueh um sechs aufstehen und strohhut nicht vergessen.
07 July
Pyrenees
04 June
papiergeschichten - made of paper
fotos von den papiergeschichten, die ich in den letzten monaten bebaut habe. weiter unten dann fotos von der austellung auf der fete de la rose.
pictures of the things i made of paper in the last month. further down fotos of the exhibition.
la fleur, die blume, the flower
le fou gentil, der verrueckte liebenswuerdige, the gentle fool
grosse teller, big plates
boites joyeuses, froehliche dosen, happy boxes
bol fleuri, bluehende schalen, flowering formes
schmetterlinge auf treibholz mit hochhackigen schuhen, butterflies with highheels
voila!
03 June
fete de la rose
ein paar photos, wieder von sylvie gemacht, von meiner auststellung auf der fete de la rose.
le fou gentil, der verrueckte liebenswuerdige
ein grosser teller und eine froehliche dose
ein anderer grosser teller, noch eine froehliche dose und eine bluehende schuessel
schmetterlinge auf treibholz mit hochhackigen schuhen
die stelzenlauferin
und ich mit hoernern
11 April
laura und noam
15 February
grausam
wenn das herz flieht, wie ein vogel erschrickt und davonfliegt, und sogleich ausser sicht gerrät, sich versteckt und stillhält, den atem anhält, dann schlägt es langsamer. dann wird es eng in der brust, frei fliegender atem ist unvorstellbar, plötzlich so unmöglich und fern, und der langsame herzschlag ist zu schwach, er kann die verschlossene brust nicht durchdringen, nicht singen, und in dieser stille werden grausamkeiten geboren.
ich kann ihre krankheit und hilflosigkeit nicht aushalten. wenn sie wieder und wieder die gleichen unsinnigkeiten ihrer verwirrung ausspricht, voller angst in den augen und verzweiflung, weil sie das alles nicht versteht, was sie da sagt, weil ihr verstand so dumpf und fern versunken ist, wie im halbschlaf worte, bilder, fetzen ohne zusammenhang durch ihren kopf rauschen, dabei den raum des verstandes gar nicht berühren, und doch so stark zu fühlen sind, so unverstanden löst dieses demente rauschen qual aus, panik und erschütterndes verlorensein.
ich kann es nicht aushalten, wenn mein herz sich zurückzieht, ich habe keine wärme mehr in ihre ausgestreckten hände zu geben, hilf mir, sagt sie und ich weiss, nimm nur ihre hand, das mildert und beruhigt schon fast alles für sie, aber anstelle ihr diesen rückhalt zu geben, frage ich, aber wie kann ich dir helfen, ich weiss auch nicht, was ich dazu sagen soll, und beginne logisch alles zu erklaeren, all ihre worte und bilder und fetzen aufzustellen wie als wären sie wirklich und sie verstandesmässig zu beurteilen, das und das sollte dich nicht beunruhigen, denn es ist eine längst vergangene erinnerung, das und das ist auch völlig unrelevant, weil... und ich weiss doch eigentlich, dass die logig gar keine linderung schafft, sie versteht sie ja nicht mehr, sie verwirrt nur noch mehr, hat harte konturen und kalte gesichter, aber mein herz ist geflohen und ich kann nicht mehr geben.
03 December
winter
17 October
herbst
kurz vor meiner abfahrt nach england noch ein paar bilder...
ich war für ein paar tage am meer urlaub machen, in einer kleinen villa, die serge gehört, zwei minuten fussweg weg vom mittelmeer. wenn dann die vielen touristen weg sind, trauen sich die dorfbewohner hier dann auch mal wieder ans meer und dank serges grosszügigkeit ist das auch für alle möglich. fisch und muscheln essen, wein trinken, tanzen, barfuss gehen... am dritten tag kam dann ein sturm auf...
eines meiner lieblingsautos, von denen fahren hier noch viele herum.
abendlicher apero auf der terasse bei raimonde. alle bringen was zu essen mit, den wein braucht keiner mitzubringen, den bringt jaques natürlich, babys, kinder, jungerwachsene, reife und alte, alle generationen vereint im glück eines gelungenen apero, das heisst gut essen und trinken und das in frankreich, das übersetzt sich dann also extra klasse...
seit ein paar tagen beginnt der wein sich rot zu färben.
im herbst ändert das wetter sich schnell, es gibt viel wind, auch immermal regen, und vorallem une lumiere tres particulaire et merveilleuse.
und hier nochmal ein bild von vieussan, ich weiss davon gibt es schon mindestens drei, aber es ist doch wirklich atemberaubend schön, oder?
25 September
vindange - weinernte
wenn ich die augen schliesse, abends kurz vorm einschlafen, und dann die gedanken sich verwirren und bilder auftauchen, dann habe ich plötzlich wieder die schere in der rechten hand, schneide einen stengel durch und die volle, reife, saftige, schwere weintraube fällt mir in die linke hand. wieder und wieder..., so schnell und effizient wie möglich, und am besten ohne sich in die finger zu schneiden (was doch immermal passiert).
jeden morgen steh ich um sechs auf, und bin dann halb acht in roquebrun, treffe mich mit meinem team, und wir fahren auf die weinfelder von thierry. mit traktoren und vierradantrieb in die berge um roquebrun, wo die felder puzzleweise mal dem einen und mal dem andern weinbauern gehören. wir sind sieben leute, zu sechst füllen wir die eimer, und einer leert uns die vollen eimer entweder in die kiepe auf seinem rücken oder gleich in den anhänger vom traktor. wir arbeiten vier bis fuenf stunden, die ersten zwei wochen im september nur bis mittags, um die hitze am nachmittag zu vermeiden. jetzt aber, die letzte woche den ganzen tag, und es ist auch nicht mehr so heiss.
es ist harte arbeit, und nicht leicht, den körper dabei nicht kaputtzumachen, aber es ist auch irgendwie ganz wunderbar, draussen zu sein, in den bergen, und zu ernten (ich beginne dieses wort - ernten - richtig gernzuhaben), diese vollen, süssen, schweren trauben, die oftmals derart überreichlich an den weinstöcken hängen, dass diese fast zusammenbrechen. überfluss, fülle, süsse.
es ist eine tolle atmosphäre am morgen um sieben in roquebrun, überall sitzen die verschiedenen ernteteams zusammen, in arbeitsklamotten, und mit thermoskannen voll kaffee, mittags fahren dann die traktoren herum, vollbeladen mit wein, stehen in schlange vor den grossen weinkooperativen, bei denen sie ihre trauben verkaufen, oder da, wo der wein noch selbst gemacht wird, stehen die türen zu den "caves", den weinkellern, offen und wenn man hineinschaut sieht man die riesigen fässer, uralte aber penibel geplegte maschinen zum pressen, zum trennen von stengel und trauben... abends sitzen dann die leute auf den strassen, essen zusammen, trinken und lachen, und sehen müde aber zufrieden aus.
traktor
plus trauben und harte arbeit
macht das
unter den wachsamen augen einiger zuschauer
thierry macht dann bei sich zu hause weiter
morgens gehts ganz früh los, irgendwohin
diese maschine (alle maschinen kommen aus deutschland...) trennt weintrauben und stengel
am ende des tages
und das ist roquebrun, 10 kilometer von vieussan flussabwärts
29 August
boissezon im sommer
dieses winzige kleine dorf ist voller leben. die familien der einwohner kommen mit kindern, enkelkindern und freunden hierher und machen ferien. die meisten kennen sich seit vielen jahren, und die kinder sind eine laute und wilde rasselbande, die die kleinen gassen unsicher macht und immermal die wohnzimmer besetzt. um mitternacht spielen sie verstecken und sie haben das ganze verwinkelte dorf dafür. tagsüber sind sie oft am fluss, am felsen, wo man einige meter ins wasser springen kann. sie schlafen alle zusammen mal hier mal da, mal am fluss in zelten, mal auf einer grossen terrasse. sie kommen entweder alle zusammen zu borgos haus, um computer zu spielen oder filme zu gucken, oder sie kommen, wenn sie hunger haben, stürzen herein, essen, und rennen wieder heraus, das entstandene chaos bleibt für uns.
es ist so heiss, zikaden lärmen den ganzen tag und die nacht, eidechsen flitzen herum, die hunde liegen in den kühlsten ecken. das wetter steigert sich von heiss bis ganz heiss, dann kommt plötzlich grosser wind und ein gewitter, kurz und heftig, mit regen, der einen in drei minuten total durchnässt, der frösche und kröten in mengen mit sich bringt und der die gassen im dorf in reissende flüsse verwandelt. danach ist es etwas kühler, aber nicht für lange zeit.
wir gehen morgens ganz früh auf die weinfelder von jaques, um für einige stunden zu arbeiten, bis die mittagshitze kommt. wenn luc, jaques sohn, uns um sieben abholt, hat er selbst schon drei stunden auf den feldern verbracht. die trauben hängen schwer am weinstock, und wir verflechten die zweige, binden sie nach oben, so dass die trauben hochgehalten werden. ich werde anfang september auch die weinernte mitmachen, in roquebrun, bei einem anderen weinbauer, der seine trauben nicht mit chemikalien behandelt und den wein noch selbst macht.
und hier sind jetzt die feigen zum zweiten mal diesen sommer reif und süss.
laura und noam in greifswald
tranceparty in den bergen der schweiz
dharmayatra in frankreich
boissezon morgens nach einem gewitter
dorffest
am fluss
09 June
sonntagmorgen
die nachbarin ist ein frühaufsteher und ruft uns durch das offene fenster zu, ob wir schon wach sind, sie hat aprikosen für uns. die ersten aprikosen aus ihrem garten, und borgo macht den kaffee für sie in untewäsche...
draussen regnet, donnert und blitz der himmel eine kurze zeit später; nach einer woche hitze so heiss, dass ich mich täglich im fluss abkühlen gehe, ist das wunderbar.
es ist die schönste zeit hier, sagen die Leute. noch nicht so viele touristen, die den fluss bevölkern, noch nicht zu heiss und trocken. alles ist voller blumen, es duftet so gut, und auf zwei wochen strahlend blauen himmel kommt ein regentag.
grillade (grillen)
einen abend an einer privaten stelle am fluss mit der jungen wilden generation der gegend, die einen lkw mitbringen für die musik und selbsangebautes marihuana, und wir essen saucisse im baguette an einem grossen feuer. am nächten abend mit der älteren generation auf der terrase, mit tellern und gläsern, salat und dessert, 15 leute sitzen um den tisch. immer ist der rotwein von jaques dabei, bei ihm abgefüllt in karaffen oder auch einfach in plastikflaschen. und so geht es fast jeden abend, die leute essen zusammen, leben zusammen, gärtnern, ernten und machen marmelade zusammen.
gerade ist der blitz eingeschlagen und hat die internetbox hier ermordet. mein liebster ist ein bisschen blass, weil er mal vom blitz getroffen wurde und das grade so überlebt hat.
im lezard fand gestern eine austellung der schulklasse von roquebrun statt, wo es eine kleine schule mit einer klasse von kindern allen alters und eine lehrerin gibt. die bilder sind unglaublich gut, sie sollten einen preis gewinnen. so werden sie einfach mit limonade und kuchen gefeiert, und es wird geld gesammelt für neue farben.
jeden tag esse ich kirschen. es gibt so viele kirschbäume, und sie sind so voll an früchten, es ist paradiesisch.
ich habe mit matthias, in dessen garten ich in einem alten wohnwagen wohne, zwei esel und zwei pferde transportiert. viel herumgefahren, dans le montagne noir, hoch in die schwarzen berge, wo es viel kühler ist und feuchter. es war nicht so leicht, die tiere dazu zu bewegen in den transporter zu steigen, aber als sie dann letztendlich hier in vieussan in ihrem neuen zuhause, einem grossen feld am fluss mit meterhohem duftenden grass ankamen, sind sie vor freude wild herum gerannt.
ich lerne französisch, jeden tag ein bisschen mehr. manche tage sind gute französische tage, an denen mir mancher satz einfach so - ohne darüber nachzudenken aus dem mund fällt; manche tage sind keine französischen, alle worte tanzen im kopf durcheinander, und das richtige ist einfach nicht zu finden. es ist oft frustrierend, aber die leute geben mir viele komplimente und ermutigung und sind immer sehr geduldig.
ich schaue mich nach einem eigenen platz zum wohnen um, nach möglichkeiten geld zu verdienen auch. es gibt ein kleines haus in den bergen nicht weit von hier, zwischen wein und kirschen, das steht leer und ist bewohnbar. und ein kleines hotel im nächsten dorf will mich als masseur für die gäste.... mal schauen wie es weitergeht.
27 May
in olargue